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Bundesminister Norbert Totschnig macht sich gemeinsam mit BFW-Leiter Peter Mayer ein Bild von dem Spürhunde-Projekt zur Bekämpfung von Schädlingen. © Paul Gruber

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Hundenasen im Einsatz gegen Waldschädlinge

Ein Artikel von Dagmar Holley (für derwaldbauer.at bearbeitet) | 16.12.2022 - 14:03

„Auf das Konto des Borkenkäfers gingen im Jahr 2021 rund 2 Mio. m3 Schadholz. Durch lange Trockenphasen und höhere Temperaturen hat der Schädlingsdruck Rekordwerte erreicht. Wir prüfen, ob ein Borkenkäferbefall durch Spürhunde früher erkannt werden kann und so unsere Wälder noch besser geschützt werden“, betont Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.
„Invasive Schadorganismen stellen ebenfalls eine Bedrohung für die Waldgesundgeit dar. Beispielsweise hat der Asiatische Laubholzbockkäfer für große Schäden gesorgt. In allen Fällen konnte er, nicht zuletzt dank guter Methoden zur Erkennung befallener Bäume wie etwa durch die Spürhunde, wieder beseitigt werden“, erklärt Dr. Peter Mayer.

Spürhunde-Projekt zur Bekämpfung von Schädlingen 

  • Seit 2009 werden am BFW Spürhunde ausgebildet, die Kot, Bohrspäne, Eiablagen, befallene Wirtspflanzen, adulte Tiere oder lebende Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers sowie des Citrusbockkäfers erschnüffeln können. Diese Schädlinge befallen Laubbäume und können zu deren Absterben führen.
  • Zahlreiche Funde bei Importkontrollen von Verpackungsholz und europaweit aufflammende Befallsherde zeigen die Notwendigkeit von solchen Bekämpfungsmaßnahmen.
  • Bisher wurden 131 Hunde und 101 Hundeführer aus Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie aus Belgien und den Niederlanden ausgebildet.
  • In einem Pilotprojekt werden die vierbeinigen Supernasen auch auf den Borkenkäfer trainiert. Vorerst wurden laut Mayer sechs Hunde ausgebildet, begleitend dazu wird ein Zertifikatslehrgang zur Ausbildung zum Borkenkäfer-Spürhundeteam entwickelt.

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