FAST TRAUNKIRCHEN

Tierische Kursteilnehmer am Waldcampus

Ein Artikel von Barbara Schuss | 17.02.2020 - 11:06

Seit 2015 ist die österreichische Forstwirtschaft mit einer Borkenkäfer-Massenvermehrung noch nie da gewesenen Ausmaßes konfrontiert. Es ist zu erwarten, dass im Zuge des Klimawandels die Schäden durch den Borkenkäfer noch weiter zunehmen werden. Gerade die Fichte ist in tiefen Lagen durch Buchdrucker und Kupferstecher besonders bedroht. Effiziente und zuverlässige Forstschutzmaßnahmen zur Kontrolle der Borkenkäfer sind entscheidend für den raschen Umgang während eines Befalls. Am Waldcampus Österreich werden deshalb neuerdings Borkenkäfer-Spürhunde ausgebildet. Kursleiterin ist Ute Hoyer vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Wien. Speziell ausgebildete Hunde waren nach ihrer Ausbildung in der Lage, selbständig Fichtenbestände abzusuchen, vom Buchdrucker befallene Bäume zu finden und ihren Hundeführern zu zeigen.
„Ute Hoyer hat bereits hunderte Tiere und HundeführerInnen ausgebildet und ist mit der ´Hunde-Schnüffelmethode´ bereits anderen forstlichen Schädlingen erfolgreich zu Leibe gerückt. Wir freuen uns sehr, dass wir im Kampf gegen den Borkenkäfer nun eine erfolgreiche und echt tierische Methode gefunden haben. Die tierischen Kursteilnehmer, die hier erstmals am Waldcampus die Schulbank gedrückt haben, waren eine echte Bereicherung für unser Haus und sind es für die Forstwirtschaft insgesamt“, betont Hermine Hackl, Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen des Bundesforschungszentrums für Wald am Waldcampus.