Wertholzsubmission

Spitzenpreise für Eiche und Ahorn

Ein Artikel von Martina Nöstler (für derwaldbauer.at bearbeitet) | 18.02.2020 - 06:38

Am 6. Februar fand unter der Federführung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen/DE die 22. Oberland-Wertholzsubmission statt. Vier forstliche Zusammenschlüsse aus Oberbayern, vier staatliche Forstbetriebe, die städtische Forstverwaltung München und der Waldverband Tirol lieferten in diesem Jahr 449 fm Laub- und Nadelholz (Vorjahr: 426 fm). Die WBV Holzkirchen stellt mit 130 fm erneut den größten Teil des Submissionsangebots.

Die „Braut“ kam in diesem Jahr aus Tirol: Ein Ahorn mit 1,15 fm erzielte 4290 €/fm. Der mit 5680 €  teuerste Stamm mit 2,15 fm ist ebenfalls ein Ahorn aus Tirol.

40 (Vorjahr: 29) Bieter aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich und Frankreich beteiligten sich diesmal an der Ausschreibung. 35 (26) Bieter erhielten einen Zuschlag.

Die heimische Eiche erzielte mit 455 €/fm (407 €/fm) den höchsten Durchschnittspreis seit Bestehen der Submission. Sie war mit insgesamt 168 fm auch wieder die mengenmäßig bedeutendste Baumart. Der Bergahorn erreichte mit knapp 100 fm Angebotsmenge das beste Ergebnis seit 22 Jahren im Durchschnittspreis: 613 €/fm (360 €/fm). Damit wurde auch das Mittel über alle Holzarten, 406 €/fm (328 €/fm), auf den höchsten Wert seit Beginn der Oberland-Submission gehoben. Der Durchschnittserlös der Fichte stieg bei einer Angebotsmenge von 75 fm auf 255 €/fm (223 €/fm), jener der Tanne auf 157 €/fm (122 €/fm). Die Preise der Problembaumart Esche („Eschentriebsterben“) sanken dagegen auf 148 €/fm (185 €/fm), keinen Käufer fanden 3 fm Schwarzerle. Insgesamt erfreulich ist das mit 90% hohe Vermarktungsprozent des Submissionstages. Für elf Lose erzielte man Gebote über 1000 €/fm, für 38 Stämme sogar jeweils mehr als 1000 €.

 „Ich freue mich, dass es jetzt mit Tirol eine offizielle Kooperation im Wertholzbereich gibt. Nadelwertholz wird in einer eigenen Submission im unteren Inntal in Weer bei Schwaz vermarktet. Das Laubwertholz wird über die Oberland-Wertholzsubmission angeboten, weil diese für ihre guten Laubwertholzerlöse bekannt  ist. So ist auch in diesem schwierigen Jahr eine attraktive Angebotsmenge zustande gekommen, welche wir für eine erfolgreiche Ausgestaltung der Oberland-Wertholzsubmission benötigten,“ sagt der scheidende Geschäftsführer der WBV Holzkirchen, Gerhard Penninger. Er beendet nach 26 Jahren WBV-Geschäftsführung und 22 erfolgreich organisierten Submissionen seine Tätigkeit bei der WBV. Er übernimmt den Rundholzeinkauf für Pfeifer Holz in Südbayern (s. Beitrag „Personaländerungen im Rundholzeinkauf“).